Träger & Grundsätze

  • Die Kreuzschwestern

    Die St. Hildegardishaus gGmbH – Jugend- und Behindertenhilfe – ist ein Werk, dessen Ursprung und Entwicklung aus der über 160-jährigen Geschichte der Schwestern vom heiligen Kreuz (Kreuzschwestern) hervorgeht.

    Mit der neuen Trägerform soll der Fortbestand der unterschiedlichen sozialen Einrichtungen und Aufgaben gemäß dem Grundauftrag „Den Nöten der Zeit entsprechend das Heilshandeln Gottes an den Menschen sichtbar zu machen“ gewährleistet werden.

    Bestimmend für alle im Gesellschaftszweck genannten Dienste und Aufgaben ist folgende Grundausrichtung:

    • Gemäß dem Evangelium Jesu Christi Voraussetzungen zu schaffen für eine ganzheitliche Lebensentfaltung der uns anvertrauten Menschen
    • Handeln im Sinne und Auftrag der römisch-katholischen Kirche
    • In dieser Arbeit dem eigenen Leben Sinn geben und so auch denen, mit denen wir leben und arbeiten.

    Die von den Kreuzschwestern und Mitarbeitern definierten Ziele und Grundsätze (Leitbild; Anm.: s. „Unser Leitbild“) sind verpflichtend.

    Das Unternehmen soll auf der Basis der vorgenannten Identität der Ordensgemeinschaft zugleich wirtschaftlich und zukunftsorientiert sein.

    aus: Präambel des Gesellschaftervertrages

    Grundsätze

    1. Der Mensch im Mittelpunkt
    Aus unserem traditionellen Selbstverständnis heraus steht bei uns der Mensch, insbesondere der hilfsbedürftige Mensch, im Mittelpunkt unseres Handelns. Was wir tun und wie wir es organisieren, richtet sich danach.

    2. Werte, die uns tragen
    Christliche Werte sind im Alltag erfahrbar und ermöglichen Glaubens- und Sinnerfahrungen. Das Charisma unserer Ordensgründerin Adèle de Glaubitz ist dabei beispielgebendes Leitbild und Basis unseres Werteverständnisses.

    3. Geschützt-Gesehen-Gestärkt
    Der Mensch soll bei uns durch die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen, spüren, dass er anerkannt, angenommen und in seiner Persönlichkeit unterstützt wird. Dazu gehören auch der Schutz der uns anvertrauten Kinder und schutzbedürftigen Personen, insbesondere ein aktiver Schutz vor sexualisierter und anderer Gewalt sowie die bewusste Gestaltung sicherer Räume.

    4. Teilhabe leben
    Wir achten, fördern und vertreten aktiv Teilhaberechte von Menschen, insbesondere durch die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt und alle anderen Lebensbereiche. Dabei gilt die UN-Behindertenrechtskonvention als unsere Leitlinie.

    5. Werte und Vielfalt verbinden
    Wir wollen, dass sich die Menschen in unseren Einrichtungen und Diensten in wertschätzender Grundhaltung begegnen, sich in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptieren und dass auf diese Weise christliche Dienst- und Lebensgemeinschaft entsteht. Positionen, die einzelnen Menschen aufgrund von Herkunft, Behinderung, Geschlecht, sexueller Identität oder Alter ihre Würde absprechen, widersprechen unserem christlichen und ethischen Selbstverständnis.

    6. Gemeinsam verantwortlich Führen
    Wir erwarten von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie sich aktiv und loyal mit den Zielen des Trägers verbinden und bereit sind, die mit ihnen vereinbarten Leistungen zu erbringen. Darüber hinaus erwarten wir von unseren leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dass sie den kooperativen Führungsstil als Voraussetzung für das Gelingen delegierter Verantwortung zu ihrem Handlungsgrundsatz machen und Vorbilder sind für die Umsetzung dieser Grundsätze.

    7. Offen reden – klar handeln
    Arbeitsorganisation, Zuständigkeiten und Entscheidungswege regeln wir nach dem Prinzip der Delegation von Verantwortung. Kommunikation und Information sind für uns unverzichtbar als Grundlage und Werkzeug unseres Tuns. Wir achten uns gegenseitig, tauschen offen unsere Meinungen aus und machen unsere Entscheidungen transparent.

    8. Qualität und Kompetenz
    Gute Dienstleistung basiert auf fachlicher und persönlicher Kompetenz, Qualifizierung und Gleichstellung aller Beschäftigten. Wir fördern die Weiterentwicklung aller Mitarbeitenden, damit sie ihrer Verantwortung mit Blick auf die Entwicklung der Angebote gerecht werden können.

    9. Schöpfung bewahren
    In unseren Häusern ist ein bewusster Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung sichtbar. Deshalb entwickeln wir gemeinsam eine nachhaltige Praxis und achten auf Gesundheits- und Arbeitsschutz in unseren Einrichtungen sowie auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

    10. Zukunftsfähigkeit und Präsenz
    Unsere Arbeit verbindet Fachlichkeit, rechtliche Verlässlichkeit und christliche Haltung im Rahmen der Wirtschaftlichkeit. Unser Ziel ist die ständige Weiterentwicklung der Einrichtungen auf der Grundlage zeitgemäßer, anerkannter Standards. So gestalten wir Orte der Teilhabe und des Miteinanders, die im Leben der Gemeinden und in der Gesellschaft sichtbar und präsent sind.

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